Montag, 21. Juni 2021
 
Gesamt 2021: Hannelore Kohl Stiftung
     

 
    
 
 
 

Dienstag, 19. Mai 2021
 

 
 
Hannelore Kohl Stiftung
plädiert für zusätzliche Wechselmöglichkeiten
bei Kopfverletzungen im Fußball
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Montag, 21. Juni 2021
 
 
HBB - Ein Zusammenstoß beim Kopfballduell, ein Ellbogen beim Zweikampf im Gesicht, ein Aufprall gegen den Torpfosten: Die Gefahr, eine Gehirnerschütterung zu erleiden, spielt im Fußball immer mit. Wird die Verletzung nicht erkannt oder unterschätzt, kann es lebenslange gesundheitliche Folgen haben. Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung begrüßt daher die Einführung von zusätzlichen Wechselmöglichkeiten im Falle von Kopfverletzungen und wirbt für eine weitere Sensibilisierung.
 
     
  Wenn von Gehirnerschütterungen im Fußball die Rede ist, denken viele deutsche Fans zuerst an Christoph Kramer im WM-Finale 2014. Die Erinnerung daran dürfte bei vielen Fußball-Anhängern im ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der laufenden Europameisterschaft wach geworden sein, als der Franzose Benjamin Pavard vom FC Bayern München nach einem Zusammenprall mit Robin Gosens zu Boden ging.
 
 
     
     
   
   
   
   
  Der Rechtsverteidiger der Equipe Tricolore blieb liegen, spielte nach einer kurzen Behandlungspause jedoch weiter. „Ich habe einen höllischen Schock erlitten“, erzählte Pavard später gegenüber beIN SPORTS. „Ich war für zehn bis fünfzehn Sekunden ein wenig ausgeknockt, danach war es besser.“
 
 
     
  Dass der Franzose weiterspielte, sorgte jedoch für Unverständnis - nicht nur bei der FIFPro, einer Spielervertretung von Profifußballern. „Pavard hätte bei einem umsichtigen Vorgehen des französischen Mannschaftsarztes nicht auf das Feld zurückkehren dürfen“, urteilte auch das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und verwies auf die ‚UEFA EURO 2020 Concussion Charter‘, mit welcher alle 24 Teams unter anderem unterzeichneten, einen Spieler beim Verdacht auf eine Gehirnerschütterung sofort vom Platz zu nehmen.
 
 
     
  Die Gefahr einer Gehirnerschütterung lässt sich im Sport nie komplett ausschließen; da der Fußball zudem immer athletischer wird, steigt das Risiko. Die Verbände reagieren darauf mit verschiedenen Pilotprojekten: Bei der Klub-WM in Katar im Februar sowie der U21-Europameisterschaft war jeweils eine zusätzliche Auswechselung erlaubt; in den Profiligen der USA wird aktuell die Anwendung von zwei zusätzlichen Auswechslungen im Falle einer Kopfverletzung getestet.
 
 
     
     
   
   
   
  Bei der Europameisterschaft gibt es solch spezielle Wechsel-Regeln bei Kopfverletzungen nicht – ebenso wenig wie in Deutschland. Dabei gibt es auch über den zusätzlichen Wechsel hinaus bereits Ideen, wie betroffene Spieler während einer Partie besser untersucht bzw. versorgt werden könnten. „Medizinisch würde ich mich ganz klar dafür aussprechen, dass man einen zeitweiligen Wechsel durchführen kann, um einen Spieler genauer zu untersuchen“, urteilte Professor Claus Reinsberger bereits vor einigen Wochen gegenüber der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung.
 
 
     
  Der Facharzt für Neurologie ist Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn und Mitglied der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Mit einem zeitweiligen Wechsel „ließe sich feststellen, ob eine Gehirnerschütterung vorliegen könnte oder nicht – und wenn nicht, kann der Spieler nach zehn, fünfzehn Minuten wieder zurück auf das Spielfeld.“
 
 
     
  Das Problem bei der Umsetzung einer ‚temporary substitution‘: Das Regelwerk. „Es heißt immer, das wäre regeltechnisch nicht so einfach zu lösen, aber medizinisch wäre es das beste“, unterstreicht Reinsberger. „Die zusätzliche Auswechselung ist ein erster Schritt und besser als nichts, aber ich fände den flüssigen Wechsel noch sinnvoller. So könnte der Arzt in Ruhe herausfinden, was los ist - ohne, dass die Mannschaft bestraft wird, weil sie in der Zeit mit einem Spieler weniger agieren muss.“
 
 
     
  Reinsberger weiß um die Gefahr, die von unentdeckten bzw. unterschätzten Gehirnerschütterungen ausgehen kann - und wirbt für eine Sensibilisierung. „Wenn ich als Trainer, Physiotherapeut oder Mannschaftsarzt nicht sicher ausschließen kann, dass ein Spieler oder eine Spielerin eine Gehirnerschütterung hat, sollte er oder sie ausgewechselt werden“, so der Neurologe.Das Risiko ist einfach zu groß.
 
 
     
  Im Rahmen der Initiative „Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport“ setzt sich auch die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung für Prävention und Sensibilisierung ein. In Bonn begrüßt man die Initiativen des Fußballs. „Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung plädiert dafür, dass eine zusätzliche Wechselmöglichkeit bei Kopfverletzungen flächendeckend eingeführt wird - von der 1. Bundesliga bis zur Kreisklasse“, sagt Geschäftsführerin Helga Lüngen. „Ob es sich um einen zusätzlichen Wechsel oder eine ‚temporary substitution‘ handelt, spielt für uns eine untergeordnete Rolle, das sollen die Fußball-Experten entscheiden.“
 
 
     
  Grundsätzlich begrüßt die Stiftung jedoch die zunehmende Sensibilisierung im Umgang mit Gehirnerschütterungen – und wünscht sich weiterhin eine flächendeckende Aufklärung, damit die Verletzung nicht unterschätzt wird. Lüngen: „Der Zusammenstoß von Robin Gosens und Benjamin Pavard zeigt, dass die Gefahr von Gehirnerschütterungen immer mitspielt. Dass nun über den Umgang mit dieser Situation diskutiert wird, ist ebenso wie die ‚Concussion Charter‘ der UEFA ein wichtiges Signal, denn es zeigt, dass Gehirnerschütterungen anders als vor einigen Jahrzehnten nicht mehr unterschätzt, sondern ernst genommen werden.
 
 
     
     
     
 
 
     
     
     
     
 
Hannelore Kohl Stiftung
ruft zu Achtsamkeit beim Schwimmen auf
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Montag, 17. Mai 2021
 
 
HBB - Der Frühling hat in Deutschland Fuß gefasst, die Temperaturen steigen, und trotz der noch nicht ganz überstandenen Corona-Pandemie bereiten sich immer mehr Freibäder auf eine baldige Wiedereröffnung vor. Was traumhaft klingt, kann allerdings schnell zu einem Alptraum werden, wenn Badende ihre eigenen Fähigkeiten im Wasser überschätzen. Insbesondere Kinder sind dabei gefährdet, umso mehr jetzt, nach mehr als einem Jahr ohne Schwimm-Unterricht.
 
     
     
  Diese Gefahr sollten daher vor allem Eltern nicht unterschätzen, zumal selbst bei einer erfolgreichen Rettung schwerste Hirnschäden durch Sauerstoffmangel auftreten können. Daher ruft die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, die sich für die Belange von Menschen mit einer Schädelhirnverletzung einsetzt, zu besonderer Achtsamkeit beim Baden auf und bittet gleichzeitig eindringlich darum, alle zur Verfügung stehenden Angebote der Schwimm-Erziehung in Anspruch zu nehmen.  
 
 
     
     
   
   
   
   
  Besonders riskant ist das Baden in offenen Gewässern wie Baggerseen oder Flüssen. „Zum einen gibt es dort in der Regel kein Aufsichtspersonal, das im Notfall Menschen aus dem Wasser holen kann, zum anderen werden aber auch die Dimensionen einer solchen Wasserfläche schnell falsch eingeschätzt“, erklärt Holger Schwan, der mit seinem Unternehmen PROJEKTSERVICE Schwan schon verschiedene Präventionsmaßnahmen im Schwimmbereich für sozial benachteiligte Familien zusammen mit der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung organisiert hat und selbst ein erfahrener Schwimmer ist.
 
 
     
   „Vor allem Kindern bis 14 Jahren fehlt oft ein sicheres Gespür für Distanzen und für die Kraft, die man dafür benötigt. Sie sehen ein Ziel, das sie erreichen wollen, und schwimmen dann einfach los. Dabei sind zum Beispiel 400 Meter, die jeder noch irgendwie gelaufen bekommt, im Wasser schon eine ganz schöne Strecke – und selbst wenn Kinder die bewältigen können, müssen sie hinterher ja noch zurück. Wir reden hier immerhin von einer Strecke, die etwa 32 Bahnen in einem Schwimmbad entspricht. Dabei gibt es Kinder, für die schon eine Bahn das Limit ist, die aber auch nicht entsprechend gefördert werden, um im Wasser sicherer zu werden.
 
 
     
  Hinzu kommt, dass Kinder häufig leise ertrinken. Dies hat damit zu tun, dass ihre Köpfe im Vergleich zum Rest des Körpers recht schwer sind und diese daher schnell unter die Oberfläche geraten; Schwimmhilfen können dies kaum verhindern. Dadurch ist ein Rufen nach Hilfe unmöglich. Nicht ohne Grund steht das Ertrinken im Kindesalter auf dem traurigen zweiten Platz der Todesursachen gleich nach den Verkehrsunfällen. Hinzu kommen noch ungezählte Beinahe-Ertrinkungsunfälle.
 
 
     
     
     
 
 
     
     
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Hintergrundinformationen

 
     
  Die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems mit Sitz in Bonn wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Die Stiftung unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung. Bis heute konnten über 32,4 Mio. Euro aus Spendenmitteln für Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden.
 
  Bei der Initiative „Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport“ arbeitet die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung mit namhaften Organisationen, Medizinern und Sportverbänden zusammen, um Sportler und ihre Familien, Trainer, Pädagogen und Ärzte für das Thema „Gehirnerschütterung und mögliche Folgen“ zu sensibilisieren. Informationen, den Link zur App und zu den Filmen sowie Kontaktadressen von Unfallkliniken und Neuropsychologen finden sich auf ...
  
 
   
     
     
 
 
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Quelle: ZNS - Hannelore Kohl Stiftung
Webseite: www.hannelore-kohl-stiftung.de
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Kontakt - Adresse:
Helga Lüngen
ZNS – Hannelore Kohl Stiftung Fontainengraben 148
53123 Bonn Tel. 0228 97845-33
e-Mail: presse@hannelore-kohl-stiftung.de
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Bilder / Text: Helga Lüngen
 

  Service ...
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    Archiv____
     

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  • 17.01.2018   35 Jahre Hilfe für hirnverletzte Menschen
     
  • 17.01.2017   Neujahrsempfang der ZNS
     
  • 16.02.2016   Kino-Sondervorstellung im WOKI-Bonn
     
  • 27.01.2016   Neujahrsempfang der ZNS 
     
  • 20.03.2015   Dr. Kristina Schröder zeichnet Gütersloher Polizistin aus 
     
  • 21.01.2015   Neujahrsempfang der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung 
     
  • 23.10.2014   Informationsveranstaltung Erbrecht / Testament